orgacell sc®

wertvolles Eiweiß und Lebendhefe

Auf einen Blick

  • präbiotische und probiotische Hefewirkung in einem Produkt
  • hoher Gehalt an hochwertigem Reineiweiß
  • Lebendhefe reguliert die Säureproduktion im Pansen
  • organisch gebundene Spurenelemente aus Hefe
orgacell sc® - 30 Milchkühe in der Oberpfalz

Die Bedeutung von orgacell sc® zeigt sich manchmal erst auf den zweiten Blick, so geschehen bei einem Betrieb mit 30 Milchkühen in der Oberpfalz. Nach sechs Wochen Fütterung von orgacell sc® konnte man am Kot der Tiere zwar eine Verbesserung der Verdauung sehen, aber das war dem Betriebsleiter nicht genug Gegenleistung für den finanziellen Aufwand. Also bestellte er das Produkt ab.

Eine Woche später fehlten bei der Milchabholung 50 Liter im Tank, also fast 2 Liter je Tier und Tag. Daraufhin wurde orgacell sc schnell wieder bestellt und in die Vorratsmischung eingebracht. Knapp 2 Wochen später war die Tankmenge wieder auf das Niveau vor dem Abbruch angewachsen. Seitdem gibt es weitere positive Effekte. Der Betriebsleiter reduzierte den Anteil an Eiweiß in der Vorratsmischung von zuerst 23 % auf 21 % und weiter auf 19 %, ohne dass die Milchleistung sank. Die Milchinhaltsstoffe stiegen leicht um 0,8 Prozentpunkte an. Auch bei der Fresslust der Tiere ging es bergauf. Dabei wird aktuell ein mäßiger erster Schnitt mit 27 % TS  und viel Heu und Stroh als Strukturgeber gefüttert. Die Milchleistung bleibt besonders auch bei den Altmelkern auf konstant gutem Niveau. Kühe mit hoher Milchleistung, die ein wenig schwächeln, kommen schneller wieder auf die Beine. orgacell sc® wird zukünftig fester Bestandteil der Vorratsmischung bleiben.

orgacell sc® ist ein hochwertiges Ergänzungsfuttermittel aus einer probiotischen und einer präbiotischen Hefekomponente. Ein geringer Anteil Pflanzenöl sorgt für staubarmes Verhalten und gute Fließfähigkeit.

Verpackung

20 kg Sack

Anwendung

orgacell sc® wird mit anderen trockenen Komponenten in die tägliche Futterration eingemischt.

Dosierung

40 g je Tier und Tag für Milchkühe und Mastbullen. Bei hohen Milchleistungen ist es sinnvoll, die Dosierung auf 50 g oder 60 g zu erhöhen.

Hefe fördert die Tiergesundheit

Die Außenhaut der Hefezelle verfügt über eine Netzwerk-Struktur, die eine große Bindungskapazität hat. Beim Einsatz von 500 g Hefe je t Futter ergibt sich eine bindungsfähige Oberfläche in der Größenordnung von mehreren Hektar. Schwermetalle, Krankheitserreger und Giftstoffe können an die Hefezellwand gebunden werden und gelangen nicht in den Blutkreislauf, sondern werden ausgeschieden. Zellwandsubstanzen stimulieren zudem die Immunabwehr.

Das unterstützt nicht nur die körpereigene Immunabwehr, sondern führt auch zu einem höheren Gehalt an Immunglobulinen in der Biestmilch. Der bessere Gesundheitsstatus wird sozusagen vom Muttertier direkt an das Jungtier weitergegeben.

Hefe wirkt positiv im Verdauungstrakt der Tiere

Unter der „präbiotischen“ Wirkung der Hefe versteht man eine positive aber passive Wirkung auf die bereits im Tier angesiedelte Mikrobenpopulation. Je besser die nützlichen Mikroben in Pansen und Darm mit Nährstoffen, Vitaminen etc. unterstützt werden, desto besser ist die Futterverwertung und desto gesünder ist das Tier.

Als „probiotisch“ werden Produkte mit lebensfähigen Mikroorganismen bezeichnet, die sich in die Mikroflora des Tieres eingliedern und die dort vorhandene Mikrobenpopulation positiv beeinflussen. Diesen Part übernimmt in orgacell sc® eine Lebendhefe vom Stamm Saccharomyces cerevisiae.

Während der Einsatz von Antibiotika die Wirkung der meisten bakteriellen Probiotika vernichtet, werden Hefen davon nicht berührt. Sie wirken daher unterstützend und regenerierend bei der Verabreichung von antibiotischen Substanzen.

Zahlreiche Fütterungsversuche belegen, dass durch Lebendhefe die Futteraufnahme und die Leistung der Tiere gesteigert werden kann.

Einsatz von Lebendhefe - Durchschnittliche Effekte aus zwei Versuchen

1. Feldversuch Frankreich, 541 Kühe von 22 Betrieben
2. Universität Utrecht, 67 Kühe

Milchfett & -eiweiß - Produktion Milchleistung
Milchfett (g/Tag) Milcheiweiß (g/Tag)    
Kontrolle Lebend-Hefe Kontrolle Lebend-Hefe Kontrolle (kg/Tag) Lebend-Hefe
1.  1199 1254 (+ 55 g) 894 938 (+ 44 g) 27,1 28,6 (+ 1,5 kg/T.)
2.  1360 1380 (+ 20 g) 1170 1230 (+ 60 g) 33,8 35,7 (+ 1,9 kg/T.)

Quelle: Lesaffre Feed Additives

Siebtest

Fütterung ohne Lebendhefe
Fütterung ohne Lebendhefe

Der Siebtest bietet mit einfachsten Mitteln die Möglichkeit, sich ein Bild von den Vorgängen im Verdauungstrakt der Kuh zu machen. Eine Kotprobe wird in ein gewöhnliches Haushaltssieb gegeben und mit Wasser ausgespült, bis das Wasser klar ist. Zurück bleiben die unverdauten Futterbestandteile. Menge und Art der Rückstände zeigen die Intensität der Verdauung an.

Fütterung mit Lebendhefe
Fütterung mit Lebendhefe

Wird Lebendhefe gefüttert, ist dies deutlich sichtbar an einer reduzierten Menge an Reststoffen. Dabei nimmt besonders der Anteil an Maiskörnern ab.

Wirkung der in orgacell sc® verwendeten Lebendhefe Saccharomyces cerevisiae im Pansen

Lebendhefe verbraucht den Sauerstoff im Pansen

Sauerstoff wirkt auf die wesentlichen Pansen-Mikroorganismen toxisch. Lebendhefe reduziert Sauerstoff, die Zellulose abbauenden Bakterien nehmen zu. Das zeigt sich schon nach kurzer Zeit im Kot der Tiere (siehe oben): Faser- und Körnerreste nehmen ab. Durch die Bindung des Sauerstoffs an Lebendhefe steht mehr freier Wasserstoff zur Bildung von Propionsäure zur Verfügung.

Sowohl bei energieärmerer Fütterung in der Trockenstehphase als auch in der Laktation steigt die Produktion von Propionsäure im Pansen deutlich an. In der Leber wird diese später in den Energielieferanten Glukose umgewandelt.

Lebendhefe hält den Pansen-pH-Wert im optimalen Bereich

Milchsäure verbrauchende Bakterien werden besonders stimuliert und ihre Population im Pansen steigt signifikant an.

Durch eine verstärkte Umwandlung von Milchsäure in Propionsäure wird das Risiko von Acidose bei der Verfütterung von energiereichen Rationen zusätzlich verringert.

Stabilisierung des pH-Werts

Der Stabilisierung des pH-Wertes im Pansen kommt bei energiereichen Rationen eine besondere Bedeutung zu (siehe Grafik). Bei einem niedrigen Milchleistungsniveau reicht eine faserreiche Fütterung aus, um die Kuh energetisch auszufüttern (weiße Kurve).

Steigt das Leistungsniveau an, werden energiereichere Rationen mit stärkereichen Futtermitteln/Kraftfutter benötigt. Diese führen beim Abbau der Stärke/Kohlenhydrate zu einer vermehrten Produktion von Milchsäure im Pansen und damit zu einer Absenkung des pH-Werts (hellgrüne Kurve).

Bei pH-Werten unter 5,8 besteht die Gefahr, dass die Pansenschleimhaut durch die Säure irreversibel geschädigt wird und dass Pansenbakterien in großer Zahl absterben. Beim Zerfall von Bakterien werden Endotoxine freigesetzt, die zu Vergiftungserscheinungen wie z. B. Klauenrehe führen. Mit Lebendhefe lässt sich diese Entwicklung vermeiden und der pH-Wert bleibt im sicheren Bereich über 6 (dunkelgrüne Kurve). Pansenbakterien und Pansenschleimhaut werden geschützt.

Pansen-Querschnitt
Pansen-Querschnitt

Ein dichter „Rasen“ aus Pansenzotten kennzeichnet einen leistungsfähigen Pansen.

Achtung: Entgiftungsfunktion erlischt!

Eine ganz wesentliche Funktion des Pansens gerät bei pH-Werten unter 6 ins Stocken: der Abbau von Toxinen durch Einzeller wie Protozoen. Letztere bauen komplizierte Moleküle wie Mykotoxine ab, brauchen aber einen höheren pH-Wert, um ihre Lebensfunktionen aufrecht zu erhalten. In einem Pansen mit häufig tiefen pH-Werten ist also die Gefahr groß, dass Toxine nicht abgebaut werden und im weiteren Verlauf des Verdauungstraktes über das Blut in sämtliche Organe gelangen.

Doppelter Schutz vor Giftstoffen

Sowohl die Sicherung des Pansen pH-Wertes über die Lebendhefen, als auch die Bindungskapazität der Hefezellwände aus der inaktivierten Hefe sorgen dafür, dass die Tiere vor dem krank machenden Einfluss von Endo- und Mykotoxinen geschützt werden. Auch Erreger wie z. B. E. coli und Salmonellen gehen eine Verbindung mit den Zellwandsubstanzen von Hefen ein. Damit wird der Eintritt in die Blutbahn verhindert und die Tiergesundheit erhalten.

Hochwertige Nahrung für Pansenmikroben

Pansenmikroben nutzen das hochverdauliche Eiweiß aus der Hefe als Nahrungsquelle. Zwar sind sie in der Lage, aus Stickstoff selber Aminosäuren aufzubauen. Dennoch haben sie bestimmte Anforderungen was die Versorgung mit Eiweiß betrifft. Je besser die Nahrungsgrundlage, desto mehr kann ihre Population wachsen und die Futterverwertung verbessert werden.

In​aktivierte Hefe ist mehr als nur ein Eiweißlieferant

Inaktivierte Hefen benötigen keine Nährstoffe vom Tier, sondern stellen viele positive Substanzen für die Mikroflora zur Verfügung. Das Futter wird besser verdaut, besonders die faserhaltigen Anteile.

Hefezellen lagern Spurenelemente so ein, dass sie z. B. an Aminosäuren organisch gebunden sind. Das erleichtert dem Tier die Aufnahme der Spurenelemente in die Blutbahn.

Ein starkes Team

Lebendhefe und inaktivierte Hefe zusammen bilden die ganze Breite der positiven Wirkung von Hefezellen auf Leistung und Gesundheit des Tieres in orgacell sc® ab.

Lebendhefe alleine wird in geringen Mengen zugesetzt, so dass für eine ausreichende Bindungskapazität über die Hefezellwände unter Umständen nicht genug Material zur Verfügung steht. Auch die Menge an hochwertigem Eiweiß aus Lebendhefe ist gering.

Durch die höhere Menge inaktivierter Hefe werden dem Tier hochwertige Aminosäuren und Zellwandsubstanzen sowie organisch gebundene Spurenelemente zur Verfügung gestellt.

Kundenstimmen

orgacell sc® - Milchkühe in Österreich

Ein Betriebsleiter aus der Steiermark in Österreich fütterte seine 48 Milchkühe Mitte Februar 2015 mit orgacell sc®. Da er keinen Futtermischwagen besitzt und die Kühe es als per Hand verteiltes Top-Dressing nicht fressen wollten, mischte er es kurzerhand in das Mineralfutter ein. Das klappte gut und der Kot der Tiere wurde homogener. Außerdem wurden die Tiere ruhiger.

Ende April stand eine Änderung in der Rationsgestaltung an auf eine wesentlich schlechtere und feuchtere Grassilage. Der Betriebsleiter machte sich auf einen Leistungseinbruch und einen Anstieg der Zellzahlen gefasst, aber nichts dergleichen geschah. Die Milchleistung blieb gleich, die ohnehin niedrigen Zellzahlen sanken sogar und der Harnstoffwert in der Milch stieg etwas an, von 17,5 auf 18,5. Die Futterumstellung hatte dank des stabilen Pansens keine negativen Auswirkungen. Der Entschluss, einen regelmäßigen Lieferservice mit jbs zu vereinbaren, fiel somit leicht.

orgacell sc® - Holstein x Fleckvieh in Nordrhein-Westfalen

Von einem Betriebsleiter in Nordrhein-Westfalen bekamen wir einen Bericht über seine Erfahrungen mit orgacell sc®. In seinem Stall stehen 40 Kreuzungskühe (Holstein x Fleckvieh), die bisher eine Leistung von gut 8000 Liter Milch im Jahr erreicht haben. In der Fütterung werden zu zwei Drittel Mais- und zu ein Drittel Grassilage eingesetzt, dazu Stroh, Heu und Rüben oder Melasse.

Anfang Februar 2015 wurde mit der Fütterung von 40 g orgacell sc® je Kuh und Tag begonnen. Bei unserem ersten Gespräch 4 Wochen später war der Kot der Tiere bereits sichtbar cremiger mit weniger Futterresten. Außerdem füllte sich der Tank, denn im Schnitt gaben die Kühe 2 Liter mehr Milch. Da diese positive Entwicklung sich auch zwei Monate nach Beginn der Fütterung fortsetzte, hat der Betriebsleiter mit jbs eine Liefervereinbarung getroffen und wird orgacell sc® langfristig in seiner Herde einsetzen.

orgacell sc® - Fleckvieh in Niederbayern

Ein Fleckviehbetrieb aus Niederbayern mit 75 Milchkühen und einer Milchleistung von 8100 Liter je Kuh und Jahr hat seit Ende Januar 2014 das Ergänzungsfuttermittel orgacell sc® mit Lebendhefe in seiner Ration eingesetzt mit 40 g je Tier und Tag. In der Ration werden ausserdem Mais- und Grassilage je zur Hälfte, Stroh, Weizenstroh und Körnermais verfüttert, dazu noch Mineralfutter und Calciumcarbonat.

Jetzt, Mitte April, berichtet der Betriebsleiter, dass die Kühe ca. 2 Liter mehr Milch pro Tag geben. Bei den Milchinhaltsstoffen tendiert sowohl der Eiweiß- als auch der Fettgehalt um ein Zehntel nach oben. Die auffälligste Veränderung zeigt sich jedoch beim Harnstoffgehalt. Der ist von 17 - 18 auf 22 - 25 gestiegen, was durchaus die Steigerung der Milchleistung erklärt. Der Zellgehalt liegt unverändert um die 175 000.

Im gleitenden Jahresdurchschnitt ergibt sich nun eine Milchleistung von 8400 Litern je Kuh. Das ist gerade nach Ende der Quote eine schöne Entwicklung, und das bei gleicher Faktorausstattung ganz ohne große Investitionen.

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